Trekkingzelte



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Allgemein
Trekking Zelte sind Allround-Zelte die man, je nach Ausführung, zu allen Jahreszeiten einsetzen kann. Trekking Zelte sind auch klassische Wanderzelte für ausgedehnte Unternehmungen mit täglichem Auf- und Abbau. Sie sollen bei geringem Gewicht leicht aufzubauen und Komfort und Platz für Gepäck bieten. Gute Wind- und Wetterstabilität stehen im Vordergrund.

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Informationen
Zelte sind das mobile Heim für unterwegs. Gute Zelte bieten Schutz und Komfort und sind dann zuverlässig, wenn es darauf ankommt!
Wir wählen die Zelte mit Bedacht aus. Aufgrund unserer Erfahrung geben wir Empfehlungen in Bezug auf das geeignete Einsatzspektrum des jeweiligen Zeltes.

Ein gutes Zelt funktioniert unter allen Bedingungen für die es verwendet werden soll. Das Zelt ist aber auch immer ein Kompromiss. Es gibt kein Zelt, das alle Anwendungsbereiche perfekt abdeckt.

Zelte unterscheiden sich außer in Größe und Gewicht hauptsächlich in ihrer Form und Konstruktion sowie dem verwendeten Material. Und natürlich im Anwendungsbereich.

Es gibt Pyramidenzelte, Firstzelte, Tunnelzelte, Kuppelzelte sowie geodätische Konstruktionen und Mischformen daraus.

Darüberhinaus unterscheidet man zwischen Quer- und Längsschläfern. Beim Längsschläfer befinden sich die Eingänge am Kopf- und Fußende (sofern es 2 Eingänge gibt), beim Querschläfer an den Seiten.

Allen gemeinsam ist, dass sie verlässlichen Schutz gegen Wind und Wetter bieten sollen und einfach aufzubauen sowie zuverlässig und haltbar sein sollen. Natürlich sollen sie so leicht wie möglich sein, wenn sie im Rucksack transportiert werden sollen.

Bei den folgenden Ausführungen wird immer von einer Doppelwand-Ausführung ausgegangen, Einwandzelte werden extra erwähnt.
Die Doppelwandkonstruktion hat den großen Vorteil, dass sich Kondenswasser nicht am Innenzelt sammelt, sondern an der Innenseite des Außenzeltes, wo sie dann ablaufen kann. Damit bleibt das Innenzelt trocken.
Gleichzeitig schützt das Innenzelt effektiv gegen Ungeziefer aller Art. Selbst bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit hat man mit einem Doppelwandzelt ein trockenes Innenzelt.

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Pyramidenzelte
Das Pyramidenzelt, angelehnt an die Lavu der Sami oder Tipis, waren der Standardzelttyp bei frühen Arktisexpeditionen. Das Zelt, das Robert F. Scott auf seiner Expedition zum Südpol benutzt hat, ist ein typisches Beispiel dafür.

Pyramidenzelte sind keineswegs veraltet, ganz im Gegenteil.
Auch heute noch werden sie von Arktisforschern benutzt und erfreuen sich im Outdoorbereich als Lavu / Tipi zunehmender Beliebtheit.
Dafür gibt es gute Gründe: Ein Pyramidenzelt bietet Stehhöhe, ist extrem windstabil und geräumig. Es kann zudem gefahrlos beheizt werden. Nachteilig ist das relativ hohe Gewicht, allerdings gibt es auch bereits Versionen im 3 Kilo-Bereich und weniger - dank moderner, leichter Außenstoffe. Damit rücken kleinere Tipis in den Bereich tragbarer, outdoortauglicher Zelte.

Allerdings muss ein Lavu im Vergleich zu anderen Konstruktionen sehr sauber abgespannt werden, um seine Vorteile ausspielen zu können.
Wer großen Wert auf Stehhöhe, Behaglichkeit und die Möglichkeit der Beheizung legt, sollte sich ein Lavu / Tipi ansehen. Richtig abgespannt sind sie ganzjährig einsetzbar und je nach Konstruktion auch vergleichsweise schnell aufzubauen.

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Firstzelte
Das klassische Firstzelt braucht nur 2 Stangen, eine vorne und eine hinten. Stabilere Versionen haben vorne und hinten A-förmige Gestänge. Sie sind sehr leicht aufzubauen, benötigen nicht viel Aufstellfläche und sind preiswert bzw. unkompliziert in der Herstellung.

Weniger vorteilhaft ist das ungünstige Verhältnis von Stellfläche zu nutzbarer Innenfläche, da die Seitenwände sehr schräg nach unten zulaufen. Dieser Zelttyp ist eher etwas für Nostalgiker, hat aber immer noch seine Berechtigung.

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Tunnelzelte
Tunnelzelte waren und sind vor allem in Skandinavien sehr populär.
Sie bieten von allen Zeltformen das beste Verhältnis von Außenfläche zu nutzbarer Innenfläche, und sie sind vergleichsweise leicht.

Sie benötigen jedoch immer eine Abspannung. Je nach Konstruktion sind sie, richtig abgespannt,
problemlos ganzjährig einsetzbar, sofern das Außenzelt bis zum Boden reicht.
Tunnelzelte sind die erste Wahl, wenn es um größtmögliche nutzbare Fläche bei geringstem Gewicht geht. Die Windstabilität in Längsrichtung ist sehr gut.
Quer zum Wind ist die Abspannung entscheidend. Für sehr hohe Schneelasten sind andere Konstruktionen im Vorteil.

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Kuppelzelte
Das klassische Kuppelzelt ist eine 2-Bogen-Kreuzkuppel-Konstruktion, meist mit einer integrierten
Apsis oder mit angebauter Apsis. Die Apsis kann dann entweder per separatem Gestängebogen aufgespannt sein, oder mit Hilfe einer zusätzlichen Firststange.

Kuppelzelte mit integrierter Apsis sind freistehend, wobei dies meist überbewertet wird. Auch ein Kuppelzelt muss gegen Wind abgespannt werden. Die Stellfläche dagegen ist etwas günstiger als bei einem Tunnelzelt, dafür ist der nutzbare Innenraum im Vergleich zum Tunnelzelt etwas kleiner, da hier alle 4 Außenseiten nach unten zulaufen.

Varianten mit 3 gekreuzten Gestängebögen sind noch etwas stabiler. Der Grundriss wird dabei sechseckig. Der Kuppelzelte sind ideal bei eingeschränkter Aufstellfläche, etwa im Gebirge oder auf Paddeltouren im Schärenbereich, kleinen Felsinseln etc.

Kuppelzelte vertragen relativ hohe Schneelasten.

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Europäische-Amerikanische Bauweise
Unter typisch europäischer Bauweise versteht man Zelte, bei denen entweder Innen- und Außenzelt gemeinsam aufgebaut werden oder aber das Außenzelt zuerst (pitch outer first). Dabei bleibt auch im strömenden Regen das Innenzelt beim Aufbau trocken.

Bei der typisch amerikanischen Bauweise ist es umgekehrt (pitch inner first).
Das kann dazu führen, dass das Innenzelt beim Aufbau im strömenden Regen nass ist bevor endlich das Außenzelt darüber kommt.

Bei beiden Konstruktionsarten lässt sich aber das Innenzelt allein aufbauen, als reiner luftiger Mückenschutz im Sommer etwa.

Bei der amerikanischen Bauweise ist das Gestänge zwangsläufig am Innenzelt, das Aussenzelt wird als Hülle drübergespannt. Es ist durch das innenliegende Gestänge damit im Wind etwas leiser und sehr stabil. Ist das Außenzelt nass, kann es als separate Hülle sehr einfach getrocknet werden.

Die klassisch europäische Bauweise hat dagegen die Gestängekanäle am Aussenzelt. Oder gar keine Kanäle mehr und statt dessen ein Clipsystem zum Einhängen des Gestänges. Inzwischen gibt es aber auch Ausführungen mit innenliegenden Gestängekanälen am Aussenzelt.

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Geodät
Geodätische Konstruktionen sind Zelte, bei denen durch den Einsatz mehrerer Gestängebögen eine möglichst hohe Stabilität erreicht werden soll. Sie sind zwangsläufig schwerer als vergleichbare andere Zelttypen und werden entsprechend ihrem Einsatzbereich auch manchmal als Winter- oder Expeditionszelte bezeichnet.

Bei einem Geodäten ist es nicht so entscheidend wie oft sich die Gestängebögen kreuzen, sondern wo und wie:
Das Grundprinzip (Beispiel Olympiadach München) ist dabei, die vorgegebene Fläche in möglichst viele kleine Dreieckflächen aufzuteilen. Das geht bei einer reinen Kuppelkonstruktion sehr gut.

Aus Gewichtsgründen ist man bestrebt nicht unnötig viele Gestängebögen zu verbauen. Ein typisches geodätisches Zelt hat daher vier Hauptgestängebögen, wobei zwei in klassischer Kuppelkreuzform angeordnet sind und zwei weitere diese beiden Gestänge jeweils seitlich überkreuzen bzw. umschließen. Hinzu kommt häufig ein fünfter Bogen für die Apsis.

Das typische Einsatzgebiet für solche Zelte sind Wintertouren oder Gegenden mit häufigen und starken Stürmen. Ein gut konstruiertes und sauber abgespanntes geodätisches Zelt ist bei Sturm oder hohen
Schneelasten deutlich stabiler als andere Zelttypen.

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Gestänge
Gestänge aus Glasfaser oder Stahl scheiden für outdoortaugliche Zelte aus. Stahl ist viel zu schwer und Fiberglas unter Belastung zu bruchanfällig. Für hochwertige Outdoorzelte kommen daher grundsätzlich nur Aluminiumlegierungen bestimmter Härte und Festigkeit in Frage.

Das Gestänge wird dabei in steckbare Segmente unterteilt, verbunden durch eine Gummischnur. Man erhält dadurch ein kleines Packmaß.
Ob diese nun farbig eloxiert sind oder nicht, ist unerheblich, es sei denn, es dient zur Unterscheidung von ungleich langen Gestängebögen.

Praktisch alle heute verwendeten Alu-Gestänge weltweit kommen von zwei Herstellern. Es handelt sich dabei um wärmebehandelte Aluminiumlegierungen. Die Vorteile sind
Korrosionsbeständigkeit, Resistenz gegen Salzwasser, geringes Gewicht sowie große Härte bei geringer Bruchneigung.

Unterschiede gibt es in der verwendeten Legierung und in der Wärme- und Härtebehandlung. Typische Gestänge sind z.B. 6061-T6 oder 7075-T9.
Die T-Bezeichnungen der Wärmebehandlung reichen dabei von T1 bis T10.
Die 6000er oder 7000er Bezeichnung steht für die verwendete Legierung.

Man sollte Gestänge aber nicht isoliert betrachten. Die Anbringung am Zelt hat ebenso einen Einfluss, wie die Art und Qualität der Segmentverbindung. Bei kleinen Biegeradien muss man die Gestänge vorbiegen, insbesondere ein 7075-T9. Aber auch nicht vorgebogene Gestänge nehmen im praktischen Einsatz meist eine leichte Krümmung an, das ist unbedenklich.

Gestängesegmente, die ja mit einer Gummischnur verbunden sind, sollte man gefühlvoll zusammenstecken und nicht etwa zusammenschnappen lassen. Das schont die Verbindungsstücke. Gerade hier können sich am ehesten Haarrisse bilden.
Beim Abbau das Gestänge von der Mitte aus "falten", dann ist die Belastung der Gummischnur geringer.

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Apsis / Eingänge
Eine Apsis dient als Wetterschutz für den Zelteingang und als Raum für Gepäck.
Eine integrierte Apsis ist dabei zwangsläufig kleiner als eine Apsis mit einem zusätzlichen Gestängebogen.

Ein Zelt mit Apsis bietet auch gewöhnlich zwei oder gar drei Eingänge, seitlich oder von vorne. Damit hat man eigentlich immer einen wettergeschützten Zugang. Ist die Apsis groß, stellt sie auch Wind- und Wetterschutz beim Kochen dar.

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Außenzelt
Hier kommen drei Materialien zum Einsatz. Spezielle Baumwollgewebe bei klassischen Pyramidenzelten, sowie Polyester und Nylon.

Baumwoll/Polyester Mischgewebe kommt überwiegend bei Lavus/Tipis zum Einsatz. Klassisches, speziell gewebtes Baumwollgewebe bei arktistauglichen Pyramidenzelten.
Die meisten Zelte haben allerdings Nylon- oder Polyester Außengewebe.

Nylon- und Polyestergewebe werden als Ripstop Gewebe eingesetzt, es sind deutlich sichtbare starke Quer- und Längsfäden eingewebt, die die Weiter- bzw. Reissfestigkeit erhöhen.
Polyester ist schwerer als Nylon, aber hoch UV-beständig. Es dehnt sich nicht bei Regen. Damit entfällt das Nachspannen.

Nylongewebe sind leicht und können durch Silikonbehandlung UV-resistent gemacht werden. Sie dehnen sich bei Nässe aus und müssen daher gelegentlich nachgespannt werden.

Bei der Silikonisierung unterscheidet man zwischen Silikonbeschichtung, das ist die teurere und bessere Variante, und Silikonimprägnierung.
Die Silikonbeschichtung erhöht zudem die Weiter-Reissfestigkeit.

Die Nähte silikonbeschichteter Zelte können nicht abgeklebt werden. Normalerweise dichtet der verwendete Faden (baumwollumsponnenes Polyester Garn) selbsttätig ab, sofern die Nahtlöcher klein genug sind. Bei Bedarf kann man die Nähte aber mit Silikonabdichter behandeln. Kleine Nahtlöcher erreicht man durch langsames Nähen und/oder gekühlte Nadeln, das dauert länger und erhöht die Herstellungskosten.

Eine PU-Beschichtung ist schwerer als eine Silikonisierung. Dafür ist diese Beschichtung sehr strapazierfähig und wird deshalb hauptsächlich bei Zeltböden verwendet. Zeltnähte können bei einer PU-Beschichtung zudem abgeklebt werden.

Wichtig ist die Wassersäule, der ein Zelt standhält.
Bei Außenzelten reichen 2000-5000 mm völlig aus. Viel entscheidender als eine hohe Wassersäule ist aber die Festigkeit des Gewebes und seine Alterungsbeständigkeit.

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Innenzelt
Als Innenzeltmaterial kommt überwiegend ein leichtes Nylonmaterial und/oder Meshgewebe zum Einsatz. Es ist imprägniert, aber stark wasserdampfdurchlässig. Damit bildet sich Kondensationfeuchtigkeit nur innen am Außenzelt.

Bei Zelten für den Sommereinsatz findet man zum Teil reines Mosquitonetz-ähnliches Meshmaterial. Bei Zelten für den Herbst- und Wintereinsatz Nylongewebe mit Mesheinsatz im Lüfter und Eingangsbereich.

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Zeltboden
Als Zeltboden kommen üblicherweise stärkere Materialien mit PU-Beschichtung und entsprechend hoher Wassersäule zur Anwendung. Dennoch kann es sinnvoll sein, zusätzlich einen sogenannten foot print - eine massgeschneiderte Zeltunterlage - zu benutzen. Das schützt den Zeltboden vor Verschmutzung und vor Beschädigung durch Steine etc.

Zeltböden sollten einer Wassersäule von 5000-10000 mm standhalten.

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Reissverschlüsse
Reissverschlüsse sind eines der am stärksten beanspruchten Teile eines Zeltes. Sie leiden insbesondere durch Verschmutzung, Sand, etc. Man sollte sie also pflegen und ab und zu reinigen.

Defekte Reissverschlüsse sind durch den Hersteller leicht auszuwechseln.

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Kondensation und Lüftung
Kondensation ist in einem Zelt unvermeidbar. Sie ensteht, wenn Luftfeuchtigkeit am kalten Außenzeltstoff kondensiert.
Das passiert besonders bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und bei niedrigen Außentemperaturen in Kombination mit hoher Luftfeuchte, bei Regen oder Nebel etwa. Hohe Luftfeuchtkeit hat man z.B. in Gewässernähe, aber auch durch nasse Kleidung im Zelt, ebenso durch Ausatmung.
Wenn das Zelt über eine Apsis verfügt, sollte diese abgedeckt werden, um Kondensation durch aufsteigende Bodenfeuchtigkeit (nasses Gras) zu unterdrücken.

Die hauptsächliche Abhilfe gegen Kondensation besteht in guter Durchlüftung. Deshalb ist die Anzahl, Größe und Anordnung der Lüfter sehr wichtig.
Ideal ist ein Dachlüfter, da erwärmte feuchte Luft nach oben steigt. Zusätzliche Lüfter sind hilfreich, da sie einen leichten Durchzug schaffen.

Für den Wintereinsatz sollten die Lüfter komplett verschließbar sein, um bei Schneesturm das Eindringen von Schnee zu verhindern.

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Heringe
Unabhängig vom Anschaffungspreis des Zeltes sind die mitgelieferten Heringe nicht für alle Einsatzbedingungen geeignet. Man sollte sich also zusätzliche Heringe gönnen.

Für normale Böden empfehlen sich V-förmige Heringe oder Zeltnägel aus Aluminium.

Für den Zelteinsatz im Winter oder auf stark sandigen Böden braucht man dagegen spezielle Winterheringe bzw. Sandheringe mit größerer Fläche. Diese gräbt man bei pulvrigen Bodenverhältnissen quer im Boden ein. Im Schnee frieren sie dann schnell fest und halten auch Sturmstärken stand.

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Abspannung
Jedes Zelt muss abgespannt werden.
Dazu gibt es Abspannleinen mit Schnellklemmung. Diese sollten bei Zelten für den Wintereinsatz auch mit Handschuhen bedienbar sein, man kann sie gegebenenfalls gegen größere Klemmteile austauschen. Ideal sind Zelte mit außenliegendem Gestänge und Clipsystem, da hier das Gestänge frei liegt und man die Abspannleinen frei wählbar direkt am Gestänge anbringen kann.

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Lebensdauer
Gut gepflegt, also nach einer Tour gereinigt und trocken gelagert, hält ein qualitativ hochwertiges Zelt gut 10-15 Jahre, auch bei jährlich mehrwöchigem Einsatz. Der größte Feind hochwertiger Zelte ist nicht das Wetter, sondern die UV-Strahlung.
Deshalb sollte man kein Zelt länger als unbedingt notwendig der prallen Sonne aussetzen. Intensive UV-Strahlung über längere Zeit (Wochen) kann auch ein teures Zelt rasch ruinieren.

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Zeltwahl und Zeltgröße
Bedürfnisse und der Einsatzbereich sowie die Einsatzdauer.
Mit einem Einwandzelt für den Alpineinsatz den Sommerurlaub auf einem Campingplatz zu verbringen, ist dabei sicher nicht der richtige Ansatz.
Je genauer man sein persönliches Anforderungsprofil hinsichtlich Größe, Gewicht, Stabilität, Platzangebot und Komfort, Preis, etc. festlegt, umso leichter sollte die Auswahl fallen.

Es gibt kein Zelt, das für alle möglichen Anforderungen gleichermaßen gut geeignet ist. Hier braucht es einen Kompromiss. Wer ein geodätisches Zelt sucht und nicht mehr als 2 Kilo tragen möchte, wird ebensowenig Glück haben wie bei der Suche nach einem sturmstabilen, extrem leichten Zelt unter 100 Euro. Denn bestimmte Kriterien schließen sich gegenseitig aus.

Als Wetterschutz reicht ein Zelt, das neben der passenden Liegelänge eine Breite von rund 60-70 Zentimeter pro Person bietet. Komfortabel ist das nicht.
Wenn man davon ausgehen muss, auch einmal ein paar Tage wetterbedingt im Zelt verbringen zu müssen, sollte man mehr Platz zur Verfügung haben.

Als Faustregel gilt: Ein 2-Personenzelt, wenn man auf Solotour ist, ein 3-Personenzelt, wenn man zu Zweit unterwegs ist, usw.
Das gilt insbesondere im Winter, wo man wegen der voluminöseren Ausrüstung ohnehin mehr Platz braucht.

Generell gilt, so wie bei allen anderen Ausrüstungsgegenständen: Unbedingt Ausprobieren. Das betrifft besonders den Aufbau eines Zeltes und speziell bei Zelten für den Wintereinsatz. Für gemäßigte Wintertemperaturen um die -20 Grad muss das Zelt wenigstens mit dünnen Seidenhandschuhen aufbaubar sein. Bei deutlich tieferen Temperaturen, mit etwas dickeren Fleecehandschuhen. Beim Probeaufbau sollte man das also mit entsprechenden Handschuhen ausprobieren.

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Pflegetipps
- Verschmutzungen am Außenzelt nur mit einem weichen Schwamm und etwas Seife abwaschen, nicht fest reiben. Die Beschichtung ist gegen Abrieb empfindlich.
- Keinesfalls ein Zelt in die Waschmaschine stecken.
Reissverschlüsse nach einer Tour mit einer Zahnbürste reinigen. Man kann Reissverschlüsse auch mit einem Kerzenstummel oder Silikon behandeln, dann laufen sie leichter.
- Ein Zelt sollte nur absolut trocken gelagert werden, idealerweise frei hängend oder locker in einem etwas größeren Packbeutel.

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Kochen im Zelt
Kochen im Zelt ist ein kontroverses Thema. Abgesehen von der verstärkten Kondensbildung birgt es etliche Gefahren mit sich. Einerseits kann es insbesondere bei Verwendung von Benzinkochern zu Stichflammen kommen. Das ist fatal, da moderne Zeltgewebe blitzartig Feuer fangen können.
Andererseits ist es nicht wirklich lustig, wenn in einem doch eher kleinen Zelt der Kocher samt Topf durch Unachtsamkeit umfällt.
Nicht umsonst weisen alle Kocherhersteller darauf hin, dass ihr Produkt nicht für den Betrieb im Zelt gedacht ist. Von der Abgasproblematik und Vergiftungsgefahr ganz abgesehen.
Dennoch gibt es Situationen wo es fast unmöglich ist draussen zu kochen, bei Sturm oder starkem Regen. Obwohl es sinnvoller ist zu warten bis das Wetter besser wird kann man unter solchen Bedingungen zur Not in der Apsis kochen:
Dazu sollte die Apsis aber entsprechend gross sein (man kann, sofern möglich, dazu auch einen Teil des Innenzeltes aushängen), wenigstens halb geöffnet sein und ein einigermassen risikofreier Kocher zum Einsatz kommen. Teilweises Aushängen des Innenzeltes ist auch deshalb sinnvoll da das leichtere Innengewebe schneller Feuer fangen kann, insbesondere Meshgewebe.
Mit der nötigen Sorgfalt und Vorsicht kann man durchaus in der Apsis kochen.
Ein Trangia Kocher ist da erste Wahl, die Gefahr von Stichflammen existiert hier nicht. Ein Benzinkocher sollte sicherheitshalber wenigstens ausserhalb der Apsis vorgeheizt werden.
Auch ein Gaskocher kann unter Umständen Stichflammen erzeugen, etwa wenn er aus Unachtsamkeit umfällt und Flüssiggas austritt.

Ein Zelt bei tiefen Temperaturen per Kocher aufzuheizen ist überhaupt keine gute Idee.
Abgesehen von den bereits erwähnten Risiken müsste man für gute Durchlüftung sorgen um die Abgase raus zu bekommen. Das führt dann zwangsläufig zu Wärmeverlusten. Da ist es sicherer in den Schlafsack zu kriechen oder wärmere Kleidung anzuziehen.

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ZeltE: Softfacts

Wildnis- / Expeditionszelt


Wildnis- oder Expeditionszelte sind Trekkingzelte mit erhöhter Stabilität. Wildniszelte definieren sich durch die an Sie gestellten Anforderungen. Das sind im Wesentlichen die Robustheit und die einfache Handhabung unter schwierigen Bedingungen. Wenn Sie unterwegs auf Ihr Zelt angewiesen sind weil sie die nächste Nacht nicht einfach in irgendeiner Herberge verbringen können weil Ihr Zelt vom Gewitter zerstört und Ihre gesamte Ausrüstung nass wurde, dann sind Sie schon im Bereich der Wildnis tauglichen Zelte! Natürlich dürfen es auch mehrere Wochen sein die sie autark unterwegs sind. Ein Expeditionszelt soll zudem auch unter schwierigen Bedingungen gut zu handhaben sein. Z.B. im Sturm bei Kälte mit dicken Handschuhen. Es soll auch von einer müden Person in der Dunkelheit zu bedienen sein. Das sind Eigenschaften die auch den Otto normalwanderer freuen – wenn das Zelt bei Wind im Regen schnell und einfach steht, wen freut das nicht! Diese Eigenschaften erreicht man durch ausgereifte Konstruktionen unter Verwendung entsprechender Zeltstoffe und stärkere Gestänge. Sie werden meist als Kuppel-bzw. geodätische Konstruktionen gebaut, aber auch einige Tunnelzelte fallen in diese Kategorie. Ein gut gemachtes Wildnis- bzw. Expeditionszelt muss dabei nicht schwerer sein als ein normales Trekkingzelt. Allerdings haben die edlen Materialien und die aufwendige Fertigung dann Ihren Preis. Spielt das Gewicht eine kleinere Rolle, dann muss ein expeditionstaugliches Zelt nicht teuer sein.

Trekkingzelt
Kompromiss zwischen niedrigem Gewicht und Komfort bei hoher Stabilität. Es gibt sie in praktisch allen Ausführungen, als Tunnel, Kuppel oder Tipi. Zudem gibt es sie als ausgesprochene Leichtgewichtszelte bei etwas reduziertem Komfort, ideal also für Solotouren wo es auf geringes Gewicht ankommt.

Bergzelt
Bergzelte müssen, wie der Name schon sagt, für die typischen Bedingungen am Berg geeignet sein. Sturmstabil, kleine Aufstellfläche, geringes Gewicht und Wintereignung sind die wesentlichen Merkmale solcher Zelte. Bergzelte sind daher durchweg Kuppelzelte oder geodätische Konstruktionen, aber auch kleinere Tunnelzelte lassen sich am Berg einsetzen.

Biwakzelt / NotunterkunFT
Für ungeplante Übernachtungen oder einmalige geplante Übernachtung bei geringstem Gewicht bieten sich Biwaksäcke an. Sie bieten keinerlei Komfort, aber dafür zumindest für begrenzte Zeit ausreichenden Wind- und Wetterschutz. Hauptvorteil ist das geringe gewicht und kleine Packmass.

Campingzelt
Campingzelte sind Urlaubszelte für 3 Jahreszeiten in gemässigtem Klima. Sie sind auf Komfort ausgelegt und daher schwerer als etwa Trekkingzelte. Ihr Haupteinsatz ist deshalb der stationäre Einsatz über längere Zeit an einem Ort. Da sie meist für längere Zeit aufgebaut sind, spielt die UV-Stabilität des Außenzeltes eine größere Rolle. Und hier ist ein dickes Gewebe immer im Vorteil - und das Gewicht stört beim Transport im Auto meist nicht.

Kuppelzelt
Bei einem Kuppelzelt schneiden sich alle (meist zwei oder drei) Stangen in einem Punkt. Die Tragfähigkeit für Schneelasten ist meist sehr hoch. Zudem bleibt der Schnee kaum darauf liegen. Die Kuppelkonstruktion ist sehr windstabil und benötigt relativ wenig Aufstellfläche. Daher sind Kuppelzelte sowohl im alpinen Bereich als auch beim Bootswandern in Schärengärten ideale Begleiter.

Geodät
Geodätische Zelte sind im Prinzip Kuppelkonstruktionen, aber mit besonderer Gestängeanordnung.
Dabei ist es weniger entscheidend wie oft sich die Bögen kreuzen, sondern wo und wie:
Bei einer geodätischen Konstruktion versucht man die Zeltaussenhaut in möglichst kleine Dreiecke zu unterteilen um möglichst hohe Stabilität zu erreichen.
Typische geodätische Zelte haben 4 Gestängebögen, 2 normale Kreuzkuppelbögen und 2 seitliche Bögen die die Kreuzbögen seitlich umschliessen.
Häufig kommt noch ein Zusatzbogen für eine Apsis hinzu.

Ein Geodät, sauber konstruiert, ist unschlagbar ruhig, sturmstabil und verträgt enorme Schneelasten. Das ideale Berg- und Winterzelt.

Tunnelzelt
Tunnelzelte bieten von allen Zeltformen das beste Verhältnis zwischen Gewicht und nutzbarer Innenfläche. Meist sind 2 Innenzeltwände senkrecht sodass nur bei den Seitenwänden durch die halbkugelform etwas nutzbarer Raum verloren geht. Tunnelzelte sind nicht freistehend, müssen also immer abgespannt werden. Sie sind, richtig abgespannt, äusserst stabil und vertragen auch Schneelasten ganz gut. Tunnelzelte kann man praktisch beliebig lang bauen, sie sind mit Zusatzapsis sehr komfortabel, trotzdem leicht. Tunnelzelte haben das Gestänge am Aussenzelt, entweder in aussenliegenden oder innenliegenden Gestängekanälen.

Tipi
Ein Tipi, oder auch Pyramidenzelt bzw. Lavu, ist eine Zeltkonstruktion die eine Pyramidenform hat. Das erreicht man entweder durch eine zentrale Mittelstange oder durch Stangen entlang der Seitenwände. Tipis können unterschiedliche Grundrissformen haben, viereckiger Grundriss oder sechs- bzw. achteckiger Grundriss. Allen gemeinsam ist die Stehhöhe und, richtig abgespannt, eine enorme Windstabilität. Nicht von ungefähr werden sie auch heute noch im Artktiseinsatz verwendet. Ab einer bestimmten Grösse sind sie zudem vergleichsweise gefahrlos beheizbar. Im Vergleich zu anderen Zelten sind sie meist schwerer und erfordern mehr Sorgfalt beim Aufbau damit sie korrekt stehen.

Freistehendes Zelt
Freistehende Zelte wenden sich am Anwender die Bedingungen vorfinden bei denen ein Zelt nur schwierig oder schlecht abspannbar ist. Die gilt besonders für den Aufbau auf Felsplatten an der Küste oder in den Bergen sowie wenn der nutzbare Platz sehr gering ist - wie z.B. im Hochgebirge. Ein Zelt bezeichnet man als freistehend wenn es ohne weitere Abspannung alleine steht. Es ist somit eine Steigerung zum Selbststehenden Zelt. Kuppelzelte sind freistehend sofern sie über integrierte Apsiden verfügen. Mit einer angebauten Apsis muss mindestens diese abgespannt werden und das Zelt gilt damit nicht als freistehend. Um sturmstabil zu sein müssen aber auch Kuppelzelte komplett abgespannt werden. Unsere Bewertung gibt an wie gut ein freistehendes Zelt ohne Abspannung steht, bzw. ob es bei Wind erst spät abgespannt werden muss. D.h. 3 Punkte für ein Zelt das zwar theoretisch freistehend ist, aber um seinen Innenraum ausreichend zu "entfalten" zumindest teilweise abgespannt werden muss. 4 Punkte erhält ein Zelt das ohne Abspannung einen voll Nutzbaren Innenraum und Apsiden besitzt und zudem erst bei mäßigem Wind abgespannt werden muss. Volle 5 Punkte erhält ein Zelt das einen mäßigen Wind ohne Abspannung verträgt und bei stärkerem Wind nur geringfügig abgespannt werden muss. Bei starkem Wind oder Sturm müssen alle Zelte abgespannt werden. Leichte Zelte können ohne Abspannung schon bei wenig Wind weggeweht werden und müssen zumindest mit Gewicht (Gepäck) im Innenraum gesichert werden. Geodätische Zelte können wie Kuppelzelte ebenso freistehend sein. Tunnelzelte hingegen müssen konstruktionsbedingt immer abgespannt werden.

Snowflaps sind Stoffstreifen
Snowflaps sind Stoffstreifen am unteren Rand des Aussenzeltes. Sie dienen dazu Flugschnee abzuhalten der sich sonst zwischen Innen- und Aussenzelt ansammeln könnte. Man bedeckt sie üblicherweise mit Schnee (oder auch Steinen) und erhöht damit die Stabilität des Zeltes. Snowflaps sind ein typisches Ausstattungsmerkmal bei Winter- oder Bergzelten. Sie reduzieren allerdings die Luftzufuhr durch das Aussenzelt, deshalb sind grosse Lüfter bei solchen Zelten unbedingt notwendig um Kondenswasserbildung zu minimieren.

Gestängeführung mit Clip-System
Die Gestänge werden meist in kurzen Kanälen am unteren Rand fixiert und ab da mit Clips am Aussenzelt eingehangen. Die Befestigung mit Clips ermöglicht bei Geodäten und Kuppeln einen sehr schnellen Aufbau, auch alleine und bei widrigem Wetter. Bei sich kreuzenden Gestängen kann das Einführen der Gestänge in Gestängekanälen dagegen etwas fummelig werden. Bei Tunnelzelten (keine Gestängekreuzungen) ist die Führung in Gestängekanälen jedoch "Erste Wahl".
Gestängeführung im Innen- oder Außenzelt
Wird bei Zelten das Innenzelt zuerst aufgebaut, so bedingt dies eine Führung des Gestänges am Innenzelt. Umgekehrt ist das Gestänge immer am Außenzelt befestigt wenn dieses zuerst bzw. gemeinsam mit dem Innenzelt aufgebaut wird.

Selbststehende Zelte
Ein selbststehendes Zelt benötigt keine Abspannungen oder Heringe damit der Grundkörper des Zeltes steht. Zumindest die Apsiden des Zeltes müssen jedoch abgespannt werden. Wenn nur die Apsiden abgespannt werden müssen, dann wird das Zelt 5 Punkten bewertet. Sollten weitere Abspannungen für einen guten Stand, z.B. Abstand zwischen Innen und Außenzelt, erforderlich sein, dann werden entsprechend weniger Punkte vergeben. WICHTIG: Auch selbststehende Zelte müssen bei Wind gut abgespannt werden!

Besonders hohe Windstabilität
Wie windstabil ein Zelt ist hängt von der Bauweise ab. Kuppelzelte oder geodätische Zelte sind konstruktionsbedingt windstabiler da die Flächen zwischen den Gestängebögen kleiner sind als bei vergleichbar grossen Tunnelzelten. Aber auch Tunnelzelte, vor Allem in Windrichtung stehend und richtig abgespannt, sind sehr windstabil. Einfluss auf die Windstabilität haben darüberhinaus die Qualität der Gestängebögen und die Reissfestigkeit des Zeltaussengewebes, und natürlich auch die Qualität der Häringe/Abspannleinen und deren Haltekraft.

Winterzelt / Wintereignung
Damit ein Zelt wintergeeignet ist muss es mehrere Kriterien erfüllen. Es muss absolut sturmstabil sein, hohe Schneelasten verkraften, geräumig sein da die Ausrüstung im Winter voluminöser ist und es sollte über exzellente Belüftungsmöglichkeiten verfügen. Gerade im Winter sollte man Kondensation nicht unterschätzen. Dagegen helfen nur optimal angeordnete Lüfter die zudem gegen Triebschnee verschliessbar sein sollten. Ideal ist ein grosser Dachlüfter in Kombination mit tiefer angeordneten Lüftern an der vorderen und hinteren Zeltwand.

Aufstellart Innenzelt zuerst
Bei diesen Zelten wird das Innenzelt zuerst aufgebaut und danach das Außenzelt darüber gespannt. Insbesondere in warmen und trockenen Gegenden ist diese Bauweise von Vorteil, da das Innenzelt auch alleine als luftiger Insektenschutz verwendet werden kann. Ein gut konstruiertes Zelt dieser Bauweise weist zudem eine hohe Spannung im Außenzelt auf. Besonders bei starkem Wind wird so eine große Ruhe im Innenraum erzeugt. Zudem kann am Morgen die Konsensfeuchtigkeit einfach durch das Herunternehmen des Außenzeltes getrocknet werden. Bei starkem Regen oder starkem Wind kann der Aufbau in zwei Arbeitsschritten jedoch mühsam sein.

Aufstellart Außenzelt zuerst
Die Möglichkeit das Außenzeltes zuerst aufzustellen ist bei den meisten Zelten, bei denen Innen- und Außenzelt gekoppelt sind, gegeben. Die Gestängebögen werden dabei immer am Aussenzelt befestigt. Hier kann auch bei nassem Aussenzelt das Innenzelt einzeln abgebaut werden. Folglich kann auch das Außenzeltes zuerst und alleine aufgebaut werden und nachträglich das Innenzelt eingefügt werden. Dieses Vorgehen bietet sich insbesondere an wenn das Zelt im starken Regen abgebaut wird. Beim nächsten Aufbau kann das Innenzelt dann vor Regen und Sturm geschützt in Ruhe im bereits aufgebauten Außenzelt eingehängt werden. Mit zusätzlichen Gestängebechern lassen sich praktisch alle Innenzelte auch alleine benutzen, etwa im Sommer als luftige Behausung.

Aufstellart Innen- und Außenzelt gemeinsam
Bei diesen Zelten sind Innen- und Außenzelt gekoppelt. Der Aufbau erfolgt in einem Arbeitsgang. Insbesondere bei schwerem Wetter ist das ein nicht zu unterschätzen der Vorteil. Während des Aufbaus ist das Innenzelt bereits geschützt und kann so nicht nass werden. Diese Aufstellart ist typisch für alle Zelte mit Gestänge am Aussenzelt.

Geringes Windgeräusch
Kein Zelt ist geräuschlos, es trennt uns ja nur ein dünnes Stoffgewebe von der Aussenwelt, alle Aussengeräusche dringen nach innen. Wesentlich unangenehmer, weil unmittelbarer, sind aber Geräusche durch das Zelt selbst, hauptsächlich verursacht durch Wind oder auch Regen. Zeltkonstruktionen mit sehr straffem Aussengewebe und kleinen Flächen zwischen den Gestängebögen, Kuppelzelte oder Geodäte, sind bei Wind geräuschärmer als etwa Tunnelzelte. Aussenliegende Gestänge können zusätzliche Windgeräusche produzieren.

Einwandzelt
Einwandzelte sind ausgesprochene Spezialzelte für ganz spezifische Bedingungen. Klassische Anwendung finden sie im hochalpinen Bereich. Kleine Stellflaeche, geringes Gewicht und extreme Sturmstabilität sind die herausragenden Merkmale. Einwandzelte sind durchweg Kuppelkonstruktionen, meist mit 2 Gestängebögen und ohne Apsis. Bei manchen Typen lässt sich eine zusätzliche Apsis anbringen. Ebenfalls typisch für die meisten Einwandzelte ist die Aufbauart: Das Gestänge ist innenliegend frei, man muss also in die leere Zelthülle kriechen und das Gestänge von innen über die Zeltecken spannen.